Vertrauen

Fotografische Arbeit über Bild und Beziehung

Die Arbeit Vertrauen beschäftigt sich mit dem sensiblen Verhältnis zwischen Fotograf, Portraitiertem und Betrachter. Im Moment der Aufnahme entsteht eine Situation wechselseitiger Offenheit – oder Spannung. Der Akt des Fotografierens setzt ein Maß an Vertrauen voraus: in die Situation, in das Gegenüber, in den Umgang mit dem entstehenden Bild. Doch nicht nur zwischen Kamera und Person entsteht eine Vertrauensbeziehung. Auch der spätere Betrachter steht vor einer Entscheidung: Glaube ich dem, was ich sehe? Misstraue ich der Inszenierung, der Oberfläche, dem Kontext?

Die Arbeit untersucht diese mehrschichtige Beziehungsebene – zwischen Sichtbarkeit und Zurückhaltung, zwischen Nähe und Kontrolle. Sie stellt die Frage, inwiefern Fotografie Vertrauen sichtbar machen kann – oder ob sie es stets voraussetzt.

Publiziert

// Einmalig 16

Die Arbeit „Vertrauen“ wurde 2016 im Buch „Einmalig 16“ der Bundesdruckerei veröffentlicht.